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Mitarbeitende der Erziehungs- und Familienberatungsstelle und der interdisziplinären Frühförderstelle mit Geschäftsführer Bodo Wiedenhöfer (fünfter von rechts), Einrichtungsleiterin Stefanie Schnizer (siebte von rechts) und ehemaligem Einrichtungsleiter Markus Hirsch (fünfter von links)
40 Jahre Erziehungs- und Familienberatungsstelle und 30 Jahre Interdisziplinäre Frühförderstelle mit gemeinsamem Fest der Teams und alten Bekannten
„Es ist erstaunlich, was an Schätzen zutage gefördert werden konnte, als wir uns mit unserer Geschichte beschäftigt haben“, sagt Stefanie Schnizer, die Einrichtungsleitung der Canisius Beratungsstellen anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten im Juli. Sie hat sich im Zuge der Vorbereitung auf das Jubiläum mit Markus Hirsch ausgetauscht, der von 1993 bis 2023 die Geschicke der Beratungsstellen leitete. Schnizer: „Da waren unter anderem alte Verträge von 1986, zwischen dem Landratsamt Ostalbkreis und der Genossenschaft der Franziskanerinnen vom Canisiushaus Schwäbisch Gmünd e.V., maschinengeschrieben und mit einem Stundensatz von unter 50 D-Mark.“
Als eine Einrichtung der Franz von Assisi Einrichtungen befinden sich die Canisius Beratungsstellen in unmittelbarer Nähe der Waldstetter Brücke und sind damit zentral gelegen und gut erreichbar.
Das Angebot richtet sich an alle Familien mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 21 Jahren. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich, die Beratung ist kostenfrei. Für die Inanspruchnahme der Angebote genügt eine Anmeldung.
Unter einem Dach vereint die Einrichtung heute eine Erziehungs- und Familienberatungsstelle, eine Interdisziplinäre Frühförderstelle, eine offene Sprechstunde für Kinder und Jugendliche sowie eine Schreibaby-Ambulanz. Ergänzt wird das Angebot durch Praxen für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie.
Die Beratungsstelle steht Eltern, Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen bis 21 Jahre und Familien offen – unabhängig von Lebensform, Weltanschauung, Religion und Nationalität.
Sie hilft bei der Klärung und Bewältigung von individuellen und familienbezogenen Problemen und beantwortet Fragen zur Erziehung und Entwicklung von Kindern.
Die Interdisziplinäre Frühförderstelle kann in Anspruch genommen werden, wenn sich Eltern beispielsweise Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes machen oder es einen Verdacht auf eine Entwicklungsstörung/Behinderung gibt. Hier umfasst das Angebot die Früherkennung und Diagnostik, die Förderung und Behandlung und die Beratung und Begleitung der Eltern von Kindern im Alter von Geburt bis zum Schuleintritt.
47 Klient*innen im ersten Jahr
1986 war das Gründungsjahr der heutigen Erziehungs- und Familienberatungsstelle. Im selben Jahr wurden insgesamt 47 Klient*innen beraten und der Personalschlüssel lag bei 0,45 VK. Anfangs hatte die Beratungsstelle noch an (lediglich) zwei Tagen pro Woche für Kinder, Jugendliche und ihre Familien aus der Raumschaft Gmünd geöffnet. Denn an den anderen Tagen war sie zuständig für die Therapie von internen Kindern „am Heim“.
Die Frühförderstelle wurde dann im Jahr 1996 gegründet, damals mit Renate Olbrich als Leitung. Als sie 1999 das damalige „Canisiushaus“ verließ, übernahm Markus Hirsch auch die Leitung der Frühförderstelle und somit die der Canisius Beratungsstellen.
„Heute beraten und behandeln wir insgesamt mehr als 1000 Kinder und ihre Familien im Jahr. Wir sind angewachsen auf ein Team von 16 festangestellten Mitarbeitenden und zwei Kooperationskräften“, sagt Stefanie Schnizer, „die Themen der Ratsuchenden sind natürlich im Laufe der Jahrzehnte andere geworden. Genau das ist auch das Spannende an unserer Tätigkeit: Es bleibt nichts, wie es ist.“ Und: „Dadurch, dass alle gesellschaftlichen Schichten bei uns vertreten sind, bekommen wir immer auch einen Einblick davon, was Menschen an der Basis bewegt, mit welchen Themen sie ringen und welche pädagogischen Werte im Vordergrund ihrer Überlegungen stehen.“
Als etablierter Träger der Kinder- und Jugendhilfe bieten wir ganzheitliche Angebote
für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Wir sind ein verlässlicher Partner in der
Betreuung in Kindertagesstätten und an Schulen. Im Bereich Hilfen zur Erziehung
unterstützen wir durch bedarfsorientierte stationäre und ambulante Hilfen.
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